Zielchaos

Am Anfang des Beratungsprozesses zur Websitekonzeption steht bei mir immer folgende Frage: Mit welchem Ziel soll die Website erstellt werden, warum genau wird sie überhaupt gebraucht?

Frei nach dem Motto *Wer sein Ziel nicht kennt, der kann auch den passenden Weg nicht finden* möchte ich zunächst klären, welche Aufgaben eine Internetseite unbedingt erfüllen muss, wenn Sie erst mal fertig ist.

Schon diese erste Frage ist für manchen Kunden nicht so einfach und klar zu beantworten. Irgendwie soll die Website mehr sein als nur eine Visitenkarte im Netz. Man möchte die Kunden generell positiv ansprechen. Man möchte natürlich neue Newsletter-Abonnenten gewinnen. Und man möchte auch noch aktuelle Sonderangebote bewerben.

Neben den reinen Marketing-Zielen kommen dann oft noch eine Reihe anderer Dinge hinzu: Die Website hat auch die Aufgabe, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, indem sich Kunden verschiedene Formulare herunterladen können. Oder der Anmeldeprozess für Veranstaltungen soll komplett online erfolgen, so dass der manuelle Bearbeitungsaufwand entfällt.

Je mehr Ziele zusammenkommen, desto wichtiger wird die folgende Frage: Welches Ziel hat die höchste Priorität?

An der völlig überfrachteten Startseite einer Website kann man gut erkennen, dass die Prioritäten der verschiedenen Ziele leider nicht eindeutig geklärt sind. Dann wird einfach jeder Quadratzentimeter verplant. Jedes noch so kleine, leere Fleckchen wird mit Informationen gefüllt. Der Kunden-Login ist kaum von den aktuellen Sonderangeboten getrennt, und die Unternehmensnachrichten stehen unmittelbar daneben. Schauerlich, sowas!

In großen Unternehmen streiten die verschiedene Bereiche oft um *Wichtigkeit*, auch, wenn es um die eigene Website geht. Jeder will mit seinem Thema auf die Startseite. Aber je mehr die Innensicht einer Organisation im Zentrum einer Website steht, desto mehr wird der Kunde mit seinen Bedürfnissen aus dem Auge verloren.

Wer sich hingegen einzig an Kundenbedürfnissen orientiert, der kann eine noch so große Organisation haben, die Website wird immer klar und zielführend sein, siehe – als Paradebeispiel – die Website von Google.

Der Cutwater-Tipp für klare Website-Ziele:
* Machen Sie sich zu Beginn ihres Website-Projekts eine Liste mit all den Dingen, die Ihre Website für Sie leisten soll. Überlegen Sie dann, mit welchen Wünschen und Bedürfnissen die Kunden auf Ihre Website kommen, und machen Sie auch dazu eine Liste.
* Vergleichen Sie, welche Ihrer Ziele mit den Kundenbedürfnissen am besten zusammenpassen und stellen Sie diese Dinge ganz klar in den Vordergrund Ihrer Website.
* Wenn Ihnen die Priorisierung schwer fallen sollte, dann stellen Sie einfach die Kundenbedürfnisse grundsätzlich VOR Ihre eigenen Ziele.
* Alles das, was nicht erste Priorität genießt, hat auf der Startseite Ihrer Online-Präsenz nichts verloren. Diese Dinge sollten durch eine gut verständliche und einfach zu benutzende Navigation erreichbar sein.

Um den richtigen Weg einzuschlagen, muss man das Ziel kennen. Um wirklich kundenorientierte Websites anzubieten, ist das Ziel des Kunden automatisch auch das Ziel des Website-Betreibers. Der international bekannte Webstrategie-Experte Gerry McGovern (www.gerrymcgovern.com) sagt: *Customer centricity is what the web is all about!*

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08 2010

Das Web 1.0 Gruselkabinett

Als die ersten Websites entstanden sind waren es vorwiegend technikverliebte Freaks, die in der Lage waren, Inhalte ins Internet zu bringen. Die Faszination, alles Mögliche ins Netz stellen zu können, hat viele dazu verleitet, sich dort richtig auszutoben und eine überall blinkende und blitzende Website zu erstellen.

Ja, auch ich gebe zu, dass meine erste eigene Website (aus dem Jahr 1999) die wunderbare, drehende Weltkugel als zentrales Element besaß, dazu permanent durchlaufenden Text und natürlich wurde auch der obligatorische Besucherzähler gezeigt.

Heute kann zwar prinzipiell jeder eine Website erstellen, aber immer mehr Menschen begreifen, dass eine professionelle Internetpräsenz von wirklichen Online-Profis erstellt werden muss. Geschulte Web-Designer, gute Texter und pfiffige Programmierer bauen klare und wirklich benutzerfreundliche Internetseiten.

Umso erstaunlicher ist es, dass auch heute noch auf vielen Business-Websites die Klassiker des *Web 1.0 Gruselkabinetts* zu finden sind. Wenn ich den Auftrag bekomme, eine Website zu analysieren und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung auszusprechen, dann mache ich mich im ersten Schritt immer auf die Suche nach solch veralteten *No-Go-Elementen*.

Teilweise stammen diese Dinge dann wirklich noch aus den Anfangszeiten des Internets, sind also einfach schon (zu) viele Jahre online und nie verändert worden. Viel erschreckender aber ist, dass manche Websites nur drei oder vier Jahre alt sind. So hat dann zum Beispiel der Senior-Chef eines Unternehmens darauf bestanden, dass die Firmenpräsenz *irgendwie modern animiert* werden muss, und dann sind im zentralen Bereich der Startseite durchlaufende News-Texte eingefügt worden.

Weitere Beispiele: Das Kontaktformular einer Arztpraxis ist mit einem hübschen, animiert-vibrierenden Telefon-Bildchen versehen. Die Seite eines Unternehmensverbandes zeigt ganz groß an, wie viele Besucher diese Seite schon gesehen haben. Die Website eines Frisörs stellt das Angebot des Monats als blinkenden Button dar. Oder das Kontaktformular eines Unternehmensberaters zeigt als Überschrift ein sich drehendes *@*-Zeichen. Brrrrr… ich muss mich immer schütteln, wenn ich so etwas sehe.

Der Cutwater-Tipp zur Web 1.0-Entrümpelung:
* Längst nicht mehr salonfähige Elemente wie animierte Bilder oder Besucherzähler verderben den Gesamteindruck einer Website, auch wenn die ansonsten angebotenen Inhalte vernünftig dargestellt und auf den Punkt formuliert sein mögen.
* Bewegte Bilder ohne Mehrwert sorgen dafür, dass das Auge permanent von den wichtigen Inhalten abgelenkt wird. Streichen Sie dieses Füllmaterial ersatzlos, denn die Zeiten animierter Telefone, Weltkugeln und @-Zeichen sind definitiv – und hoffentlich für immer! – vorbei.
* Lauftexte schaffen – genau wie bewegte Bilder – eine nervige Irritation. Wenn Sie also wichtige Informationen transportieren möchten, dann setzen Sie stattdessen feststehende Texte in prominenter Schriftgröße oder Farbe ein.
* Wenn es Ihre Ressourcen zulassen, dann befreien Sie Ihre schon in die Jahre gekommene Website nicht nur von den schlimmsten *Gruselelementen*, sondern befassen Sie sich direkt mit einer kompletten Neukonzeption Ihrer Internetpräsenz.

Falls Sie jetzt meinen, dass ich heute über Banalitäten berichte, die nicht wert sind, noch extra beschrieben zu werden, so gebe ich Ihnen im Grundsatz Recht. Aber so lange bei Google die Suche nach spinningglobe.gif noch eine halbe Millionen Treffer ergibt, ist hier noch wirklich viel zu tun!

08

08 2010

Erfolg durch Mini-Tests

Wie groß muss die Schrift auf einer Website sein, damit man sie gut lesen kann? Hilft es, eine Schriftgrößenverstellung innerhalb einer Website anzubieten? Diese und ähnliche Fragen werden in vielen Webprojekten lange und ausdauernd unter Webdesignern, Programmierern und anderen Projektteilnehmern diskutiert.

Aber wer kann hier die richtige Antwort geben? Wer kennt sich wirklich aus? Nach vielen Jahren eigener Webprojekterfahrung gibt es für mich nur eine Möglichkeit, den Nutzer wirklich zu verstehen: Ich muss ihn meine Website testen lassen!

Es ist eine sehr erhellende und gleichzeitig auch frustrierende Erfahrung, wenn man sieht, wie das eigene, mühevoll und akribisch erstellte Webdesign von Testpersonen einfach nicht verstanden wird. Vieles, was man angenommen hat, trifft nicht zu. Manchmal war man sich total sicher, dass etwas funktionieren wird – und es klappt nicht.

Müssen es dabei immer ganz aufwendige und teure Testverfahren sein? Natürlich nicht! Auch wenn ich nur zwei oder drei Personen bitte, vor meinen Augen eine kleine Aufgabe innerhalb meiner Website zu erledigen, kann ich daraus sehr wertvolle Schlüsse ziehen. So ein Ergebnis ist oft viel zielführender als stundenlange Expertendiskussionen.

Der weltweit wohl angesehenste Experte für Internet-Nutzerfreundlichkeit Jacob Nielsen (http://www.useit.com) vertritt vehement die These, dass irgendeine Form von Datenerhebung immer und grundsätzlich besser sei, als sich nur auf persönliche Einschätzungen oder Annahmen zu verlassen. Um sich zwischen verschiedenen Design-Alternativen für eine Website zu entscheiden, sollte man seiner Meinung nach besser einen Mini-Test mit zwei Teilnehmern durchführen, anstatt sich rein auf individuelle Einschätzungen zu verlassen. Wer sich – so Nielsen in seiner provokanten Art – auf die Meinung einzelner verlasse, der solle besser eine Münze werfen.

Der Cutwater-Tipp für einfache und schnelle Web-Tests:
* Nutzer-Tests müssen nicht aufwendig und teuer sein, sondern schon mit sehr geringem Aufwand kann man gute Ergebnisse erzielen und das eigene Webdesign deutlich verbessern.
* Wenn Sie sich *aus freien Stücken* nicht an das Testen heranwagen, dann holen Sie sich zum Beispiel anhand dieses Buches hier Hilfe: *Rocket Surgery Made Easy* von Steve Krug (Link bei Amazon: http://amzn.to/bGateE). Es beschreibt eine Vielzahl von einfachen und aussagekräftigen Testmöglichkeiten mit detaillierten Handlungsanweisungen und Checklisten.
* Bemühen Sie sich immer, Personen für Ihre Tests zu finden, die sowohl mit dem Thema der Website als auch mit der gestellten Aufgabe bisher nicht vertraut sind.
* BEOBACHTEN Sie genau, was die Testpersonen tun und womit sie Schwierigkeiten haben. Die Empfehlungen, die viele Testpersonen im Test aussprechen (*Ich finde das und das nicht, hier wäre es besser, wenn der Button so und so aussehen würde…*) sind NICHT relevant. Die Test-Grundregel lautet: *Watch what they do and don’t do what they say.*

Wenn Sie erst mal erlebt haben, wie viele, wirklich wertvolle Erkenntnisse man aus dem einfachen Do-it-yourself-Testen von Websites erhalten kann, dann werden Sie auf dieses Mittel zur Websiteoptimierung nicht mehr verzichten wollen. Sie werden leider nicht mehr der allwissende Experten für das Verhalten Ihrer Website-Nutzer sein. Dafür aber werden Sie mit innerer Gelassenheit einfach immer und immer wieder testen, was die Nutzer WIRKLICH können und wollen. Und das ist ECHTER Kundenservice.

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07 2010

Interview mit Marius Wolf

SONDERAUSGABE – In der Audio-Version dieses Newsletters gibt es diese Woche ein Podcast-Interview mit Marius Wolf.

Den Cutwater Newsletter gibt es ja seit Oktober letzten Jahres nicht nur zum Lesen, sondern auch für die Ohren – als Podcast unter dem Titel *Das Abenteuer Website*, zu finden im Internet unter www.abenteuer-website.de und natürlich auch bei iTunes.

Neben der reinen Vertonung meiner informativen Newsletter gibt es in der Podcast-Serie nun ab und an auch Interviews mit – wie ich finde – interessanten Menschen, die etwas zu sagen oder zu erzählen haben.

Es geht natürlich auch um Websites, allerdings ist das Thema in den Interviews etwas weiter gefasst und ich möchte dieses besondere Format nutzen, auch mal über den Tellerrand zu schauen.

Zu meinem ersten Interviewpartner: Marius Wolf ist Spezialist für Nutzerfreundlichkeit, sogenannte Website-Usability. Er hat mich vor einigen Jahren auf dieses wirklich wichtige Thema aufmerksam gemacht, und ich habe meine ersten eigenen Website-Nutzer-Tests gemeinsam mit Marius durchgeführt.

In unserem Interview geht es aber nicht nur um Usability, sondern auch um Social Media Plattformen wie Twitter und Facebook und viele andere, interessante Themen.
Hier geht’s direkt zum Podcast:
http://www.dasabenteuerleben.de/index.php?id=2&oid=326747

Und wer mit dem Medium Podcast noch nicht so vertraut ist, der kann diese Sendung auch ganz einfach am Telefon hören: Unter der Festnetz-Nummer 0931-663991311 kann man sich die ganze Sendung am Telefon anhören, zum ganz normalen Tarif, so, als würde man jemanden im Festnetz in Würzburg anrufen.

Viel Spaß beim Zuhören, über Feedback und Anregungen freue ich mich sehr!

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07 2010

Lieferanten-Unabhängigkeit

Barack Obama macht es. Nicolas Sarkozy macht es. Und die Regierungen der Niederlande und von Australien machen es auch. Sie setzten bei der technischen Plattform für ihre Websites auf sogenannte Open-Source-Software.

Open Source Software wird im Gegensatz zu *herkömmlicher Software* nicht von einer Firma hergestellt und in Form von Lizenzen verkauft, sondern von einer großen, weltweit arbeitenden Community von Programmieren gemeinsam entwickelt und vorangetrieben. Und weil es dabei keinen wirklichen *Eigentümer* gibt, gibt es in der Regel auch keine teuren Lizenzmodelle, sondern Open Source Software ist meist kostenlos (mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source).

Im Bereich der Open Source Content Management Systeme zur Erstellung von Websites haben sich weltweit besonders diese Angebote durchgesetzt: Joomla, Typo3, WordPress oder Drupal. Und Drupal ist jetzt auch die technische Plattform, auf der http://www.whitehouse.gov läuft.

Sicherheitsrisiken werden dabei übrigens keine befürchtet. Der Mediendirektor des Weißen Hauses Macon Phillips dazu: *Es ist einfacher, schneller und effizienter, wenn eine weltweit agierende Gemeinde von Programmieren Sicherheitsprobleme aufspürt und behebt, als wenn das ein einzelner Anbieter alleine leisten muss.* Das meine ich – und sicherlich die Mehrheit der globalen IT-Community – auch!

Immer wieder erlebe ich, dass Webagenturen ihren Kunden ein vollkommen individuelles System verkaufen, komplett selbst programmiert und ganz spezifisch auf die Bedürfnisse des einzelnen Kunden zugeschnitten. Das mag sich zunächst logisch und sehr kundenorientiert anhören, aber das ist es – oft erst auf den zweiten Blick – nicht wirklich. Denn wenn das Verhältnis zwischen Kunde und Agentur sich verschlechtert, oder wenn eine Agentur ihren wichtigsten Programmierer verliert, dann werden individuelle Systeme auf einmal ein echter Klotz am Bein. Noch schlimmer ist die Variante, in der eine Agentur dicht macht und damit einfach keinerlei technischer Support für ein System mehr verfügbar ist.

Ja, es gibt Anforderungen an Websites, die so speziell und besonders sind, dass sie von dem Funktionsumfang der gängigen CMS-Systeme nicht abgedeckt werden. Aber auf 99,9 Prozent aller klassischen Business-Websites trifft das NICHT zu. Sie lassen sich ganz individuell gestalten und trotzdem mit einer Standard-Open-Source-Basis technisch umsetzten.

Der Cutwater-Tipp für Unabhängigkeit von Lieferanten:
* Kosten für Content-Management-Software kann man sich heute fast immer sparen, fragen Sie Ihren Web-Dienstleiter gezielt nach Open-Source-Systemen, die für Ihre Website geeignet sind.
* Stecken Sie das gesparte Geld für die Software lieber in professionelle Texte und Website-Nutzer-Tests, dort ist es sicherlich besser angelegt als in einer individuellen Programmierungsleistung.
* Klären Sie VOR Beginn eines Webprojektes ganz wichtige Fragen: Was passiert, wenn Sie die Zusammenarbeit beenden möchten oder die Agentur nicht mehr am Markt sein sollte? Wer kann dann die laufenden Website-Arbeiten problemlos und ohne größere Einarbeitung und möglichst noch zu gleichen Kosten übernehmen?
* Eine professionelle Agentur nennt Ihnen alternative Dienstleister, die für Sie in Frage kommen, wenn es Schwierigkeiten geben sollte. Wer geradlinig arbeitet und hohe Qualität abliefert, der braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu fürchten.

Und noch ein ganz wichtiger Hinweis im Umgang mit Web-Dienstleistern: Gute Beratung braucht Zeit, und nicht nur Programmierungszeit, sondern auch Beratungszeit kostet Geld. Wer sich einen Dienstleister sucht, der einen extrem günstigen, festen Paketpreis anbietet, der muss zwangsläufig damit rechnen, dass die gute Beratung dann auf der Strecke bleibt.

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07 2010

Ungehaltene Versprechen

Die Ehe zwischen zwei Menschen funktioniert dann, wenn beide ihre Versprechen und Zusagen halten. Man sucht sich einen Partner, der verlässlich ist und das tut, was er sagt und was man von ihm erwartet.

Wenn Internet-Links Menschen wären, dann würden diese Menschen sich recht schnell nach ihrer Hochzeit wieder scheiden lassen, so die Meinung des Webexperten Gerry McGovern (http://www.gerrymcgovern.com). Weil sie ganz oft etwas darstellen, was sie nicht sind, oder etwas versprechen, was sie nicht halten.

Kürzlich wollte ich eine Studie von einer Website herunterladen. Der Link-Text lautete *Zum Download der Studie hier klicken*. In der Erwartung, dass sich ein pdf-Dokument öffnet, habe ich geklickt. Nichts wurde heruntergeladen oder geöffnet, sondern ich erhielt ein Registrierungsformular, in dem ich ganze 11 (elf!!) Formularfelder ausfüllen musste, die der Anbieter der Studie von mir einfordert, bevor er mir seine Arbeit zur Verfügung stellt.

In der Hoffnung, jetzt die Studie herunterladen zu können, musste ich den Link *Registrierung abschließen* klicken. Es war danach nichts abgeschlossen, sondern ich bekam den Hinweis, jetzt bitte auf den Link in einer soeben an mich versandten Bestätigungsmail zu klicken. In dieser Email stand nichts mehr von der Studie, sondern nur noch *Bitte validieren Sie Ihre Daten, indem Sie hier klicken*. Gesagt – getan.

Jetzt wurden mir auf der Website alle meine Daten angezeigt, mit dem Hinweis, diese jederzeit mit Hilfe eines völlig kryptischen Passworts aktualisieren zu können. Wollte ich alles nicht. Kein Passwort, keine Daten zur Aktualisierung, sondern ich wollte einfach nur die Studie.

Ganz klein unten rechts in die Ecke gedrängt stand dann wieder der Link *Zum Download der Studie bitte hier klicken*. Ich war voller Hoffnung und wurde nochmal enttäuscht. Denn bevor ich dann wirklich eine pdf-Datei auf dem Bildschirm hatte, wurde ich noch auf eine weitere Seite geleitet, die eine Reihe von Seminaren bewarb, die der Anbieter der Studie veranstaltet. Muss ich erwähnen, dass ich mittlerweile SEHR genervt war?

Der Cutwater-Tipp für gehaltene Link-Versprechen:
* Das was draufsteht, muss auch drinstecken: Formulieren Sie ihre Links klar und zielführend.
* Benennen Sie gerade die Links in längeren Prozessen ganz eindeutig, so dass der Nutzer immer weiß, was er wirklich als nächstes machen wird.
* Kostenlose Studienergebnisse, Strategiepapiere und Checklisten anzubieten ist prinzipiell eine hervorragende Idee, um einen Expertenstatus zu erlangen und sich einen guten Namen zu machen. Wenn Sie solche Informationen auf Ihrer Website anbieten, dann stellen Sie sie wirklich einfach, schnell und direkt erreichbar zur Verfügung.
* Die Masche *persönliche Daten als Tausch gegen kostenlose Informationen* schreckt immer mehr Webnutzer ab. Sie schaden Ihrem Image dadurch mehr, als dass Sie sich durch die Informationsweitergabe Nutzen verschaffen.

Wer die grundsätzlich ungeduldigen und eiligen Internetnutzer nervt, ihre Daten bekommen möchte und sie dann auch noch mit nicht gewünschter Werbung belästigt, der schadet dem eigenen Ansehen. Wenn jemand mehrere Minuten meiner kostbaren Zeit und 11 verschiedene Daten von mir verlangt, nur um ein 15-seitiges Papier herunterzuladen, dann möchte ich doch nicht noch eine Seminar bei diesem Anbieter buchen!? Muss ich dann zur Teilnahme ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen? Oder meine Abiturnoten?

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06 2010

Machen Sie sich unverwechselbar

Zu Beginn eines Website-Beratungsprozesses bespreche ich mit meinen Kunden zunächst die Eckpunkte Ihres Geschäfts. Denn auf die Startseite einer Website gehören die Antworten auf drei Fragen, die jeder Internetnutzer hat: Wo bin ich hier? Worum geht es? Was ist das Besondere an diesem Angebot? (siehe dazu auch mein Newsletter / Blog-Eintrag vom 1.11.2009: Der Website-Elevator-Pitch)

Gerade mit der Beantwortung der dritten Frage – also der Definition des eigenen Alleinstellungsmerkmals – haben viele Anbieter von Websites erhebliche Schwierigkeiten. Das trifft übrigens auf Existenzgründer genauso zu wie auch auf schon fest etablierte Unternehmen.

Sie sind ein Großhandelsunternehmen für Silberschmuck, und Ihre Konkurrenz ist zahlreich. Oder Sie bieten zertifizierte, chemische Laborleistungen an, die standardisiert sind und daher zwangsläufig von Ihren Konkurrenten fast identisch angeboten werden. Was aber unterscheidet Sie von Ihrer Konkurrenz? Wenn es die Leistung an sich nicht ist, könnte es dann etwas anderes sein?

Oft geht der erste Gedanke meiner Kunden in Richtung der Spezialisierung. Sie überlegen, sich auf eine spezielle Zielgruppe, eine räumliche Gegend oder auf einen besonderen Teilaspekt Ihres Könnens zu fokussieren. Das Alleinstellungsmerkmal ist dann *der Spezialexperte unter den Experten*.

So sehr ich eine klare Fokussierung und Spezialisierung befürworte, ist sie doch nicht die einzige Möglichkeit, sich in einem umkämpften Markt unverwechselbar zu machen. Denn auch das Gegenteil der Spezialisierung kann Ihnen gegenüber Ihrer Konkurrenz einen Vorteil verschaffen.

Sind Sie ein pragmatischer Generalist, der über ein gutes Netzwerk verfügt? Haben Sie branchenübergreifende Kenntnisse? Können Sie Ihren Kunden aus einer – also Ihrer! – Hand anbieten, was anderswo nur bei vier oder fünf verschiedenen Ansprechpartnern zu bekommen wäre?

Oder geht es bei Ihnen nicht um Spezialisierung oder Generalisierung, sondern vielleicht um ein besonderes Merkmal Ihrer Leistung? Sind Sie besonders schnell, besonders flexibel, besonders preisgünstig oder einfach extrem unkompliziert in der Abwicklung von Rücksendungen und Reklamationen? Auch bei den Qualitätsmerkmalen, die eine Leistung ausmachen, bietet sich eine riesige Fundgrube an Möglichkeiten an.

So machen Sie Ihr Angebot unverwechselbar:
* Nicht nur was Sie tun, sondern auch wie Sie Ihre Leistung Ihren Kunden anbieten, kann ein Alleinstellungsmerkmal für Ihr Angebot darstellen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, suchen Sie für Sich nach echten Alternativen zu *dem Spezialanbieter* oder *dem Billiganbieter*.
* Wenn es Ihnen selber schwerfällt, das Besondere Ihrer Leistung zu beschreiben, dann bitten Sie Ihre Kunden um Hilfe: Warum empfehlen Ihre Kunden Sie an Freunde oder Bekannte weiter?
* Ihr Alleinstellungsmerkmal griffig und klar zu formulieren, ist ein entscheidender Faktor für Ihren Werbeerfolg und damit für Ihren Geschäftserfolg. Nutzen Sie hierzu die professionelle Hilfe eines Texters.
* Wenn das, was Sie oder Ihr Unternehmen *ausmacht* erst mal klar und richtig pfiffig formuliert ist, sollte es in Ihrer gesamten Außendarstellung auftauchen: Auf Ihrer Visitenkarte, Ihrer Website, Ihrem Werbeflyer, etc. Und Sie sollten es bei jeder Form der Firmenpräsentation natürlich auch immer klar benennen.

Im Zeitalter des Internets herrscht eine sehr große Markttransparenz, ein Sprichwort sagt dazu: *Heute konkurrieren wir um Alles, mit Jedermann von überall auf der Welt!* Es ist also elementar wichtig, sich von der Masse zu unterscheiden. Arbeiten Sie an Ihrer Unverwechselbarkeit!

14

06 2010

Selbermachen lohnt sich nicht

Ich rate meinen Kunden fast immer, zur Erstellung Ihrer Website ein so genanntes Content-Management-System (CMS) zu verwenden. So wird eine Internetpräsenz in einzelnen Teilen aufgebaut, die Inhalte und das Layout werden voneinander getrennt und eine flexible Anpassung und Erweiterung der Inhalte ist jederzeit möglich.

Habe ich dann die Vorzüge eines CMS ausführlich erklärt, lautet die erste Frage oft: *Kann ich die Website-Inhalte dann auch selber pflegen? Oder brauche ich dazu einen Programmierer?*

Ich bin in der Lage, mein Auto selber zu waschen, ich kann Hemden selber bügeln und meine geschäftliche Steuererklärung selbstständig ausfüllen. Alle diese Dinge mache ich jedoch in der Realität nicht selbst, sondern ich nehme dafür die Hilfe von Spezialisten in Anspruch. Die Autowaschanlage, der Bügelservice und der Steuerberater sind deutlich schneller, besser und damit effizienter als ich.

Möchten also meine Kunden ihre Websites selber pflegen, frage ich sie genau das zurück: *Machen Sie die Steuererklärung Ihres Unternehmens auch selber?*

Eine professionelle Website ist deshalb professionell, weil sie nicht *a la Homepagebaukasten* zusammengezimmert wurde, sondern von Online-Experten konzipiert, entworfen und mit klar formulierten Inhalten gefüllt wurde.

Wie gut können Sie texten? Sind Sie in der Lage, Bilder und Fotos web-gerecht aufzuarbeiten, in die richtige Größe und Auflösung zu bringen und in ein bestehendes Layout zu integrieren? Können Sie mit etwas komplexeren IT-Systemen schnell und sicher umgehen, ohne dabei bestehende Programmierungen zu beschädigen? Und macht es Ihnen überhaupt Spaß, Ihre Website-Pflege in Eigenregie zu übernehmen?

Fast immer spielen die Kosten eine Rolle, denn natürlich erspart die Eigenpflege den möglicherweise teuren Anruf bei der Agentur, dem Webdesigner oder Programmierer. Wie lange aber dauert die inhaltliche Bearbeitung Ihrer Website in Eigenregie? Und was könnten Sie alternativ in der Zeit alles tun?

Was Ihnen und Ihrer Website wirklich gut tut:
* Überlegen Sie schon bei der Planung Ihrer Website genau, wie viele Inhalte eher langfristig gleich bleiben, und welche Informationen Sie regelmäßig aktualisieren möchten.
* Wenn Sie sehr wenige Änderungen im laufenden Website-Betrieb haben, dann lassen Sie die Eigenpflege definitiv bleiben. Eine Tätigkeit, die Sie nur sehr selten erledigen müssen, kostet Sie bei jedem neuen Anlauf viel Zeit und Nerven.
* Verhandeln Sie schon bei der Erstellung Ihrer Website mit Ihrem Webdesigner oder Programmierer, welche Kosten für eine kontinuierliche Pflege der Webinhalte anfallen. Nicht nur die Stundensätze sind interessant, auch der Zeitbedarf, der für eine Änderung anfällt, ist hier ganz wichtig. Nur so können Sie tatsächliche Kosten für jede Änderung ermitteln.
* Setzen Sie die Kosten für die Fremdpflege in direkten Vergleich zu Ihren Verdienstmöglichkeiten in der Zeit, in der Sie an Ihrer Website arbeiten. Und planen Sie den leider oft unterschätzen *Genervt-Sein-Faktor* ebenso mit ein!

Außerhalb der Webindustrie kenne ich nur wenige Menschen, die wirklich gerne an einer Website arbeiten. Neben den steuerberatenden Berufen kenne ich übrigens auch Niemanden, der gerne eine Steuererklärung erstellt. Bleiben Sie einfach bei dem, was Sie können und was Sie in Ihrem Geschäft voranbringt. Ihre Website wird es Ihnen danken!

30

05 2010

Kapitelchaos

Wenn ich ein Sachbuch aufschlage, sehe ich mir immer zuerst das Inhaltsverzeichnis an. So kann ich genau die Dinge heraussuchen und zuerst lesen, die mich am meisten interessieren.

Genau so funktioniert die Kapitelstruktur – auch Navigationsstruktur genannt – einer Website: Der Nutzer soll sofort erkennen können, welche Inhalte es innerhalb einer Website gibt und wo er was findet.

Kennen Sie Sachbücher, die zwei komplett separate Inhaltsverzeichnisse haben, welche hintereinander aufgelistet sind? Möglicherweise sogar noch mit ganz gemischten Inhalten? Oder haben Sie es schon mal erlebt, dass im Buch zufällig einzelne Kapitel oder Informationen auftauchen, die in dem Inhaltsverzeichnis überhaupt nicht erwähnt sind? Auf Bücher bezogen mögen diese Fragen seltsam klingen, für Websites könnte ich Ihnen direkt zahlreiche Beispielen nennen, in denen genau diese Eigenartigkeiten zu finden sind.

Bevor ein Sachbuch auf den Markt kommt, wird sehr genau von Verlagen und Lektoren geprüft, wie es strukturiert ist und ob die einzelnen Informationen logisch aufeinander aufbauen. Ein Buch zu produzieren ist aufwendig und teuer, deshalb gibt es in der Regel bei Büchern kein Kapitelchaos.

Manchmal wünsche ich, jede einzelne Website, die ins Internet gestellt wird, müsste ähnliche Prüfungen über sich ergehen lassen. Weil das Web jedoch als Informationsmedium unendlich groß und sehr kostengünstig ist, stellen viele Menschen völlig unstrukturiert ihre Inhalte ins Netz – und hoffen auf die Geduld des Nutzers, der das schon irgendwie lesen und verstehen wird.

Gerade Websites, die über einen längeren Zeitraum wachsen, neigen dazu, in ihrer Navigationsstruktur immer chaotischer zu werden. Es wird einfach an verschiedenen Stellen *angebaut*, *drangehangen* oder auch *neu als einzelne Seite* publiziert, was nicht mehr in eine vorhandene Struktur hineinpasst. Und durch diese unstrukturierten Erweiterungen werden ursprünglich gute und klar ausgerichtete Websites irgendwann zu chaotischen Informationsansammlungen.

So halten Sie dauerhaft strukturelle Ordnung in Ihrer Website:
* Die Navigation oder Kapitelstruktur ist das Fundament Ihrer Website. Überlegen Sie sehr sorgfältig, welche Inhalte Sie wie gruppieren und benennen.
* Wenn Sie planen, Ihre Website mit der Zeit weiter auszubauen, dann legen Sie Ihre Kapitelstruktur von vorneherein auf dieses Wachstum hin an. Lassen Sie die Hauptkapitel oder Unterkapitel, die zunächst nicht mit Inhalten gefüllt sind, einfach so lange weg, bis Sie die Inhalte erstellt haben.
* Testen Sie mit Menschen, denen Ihr Website-Thema völlig fremd ist, ob diese die Navigation verstehen und ohne auf ein einzelnes Kapitel zu klicken grob angeben können, was sich in diesem Bereich befindet.
* Nutzen Sie immer nur eine einzige, in sich geschlossene Kapitelstruktur für alle Inhalte. Wenn Ihre Website heute schon zwei oder mehr voneinander unabhängige Navigationen anbietet, dann ist es dringend Zeit für eine grundlegende Website-Überarbeitung.
* Eine ganz praktische und sehr einfache Methode zur Findung einer guten Kapitelstruktur ist das sogenannte Card Sorting, mehr Infos dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Card-Sorting

Würden Sie ein Sachbuch kaufen, in dem Sie sich schon beim ersten Blick in das Inhaltsverzeichnis nicht zurechtfinden? Und wie gehen Sie mit Websites um, die Ihnen kompliziert und unaufgeräumt erscheinen? Eine alte Internet-Weisheit lautet: Der Back-Button ist der beste Freund des ungeduldigen Webnutzers.

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05 2010

Twitter für Kaffeetrinker

(Anmerkung: Was Twitter ist und wie es genau funktioniert finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter. Aus Platzgründen habe ich das in meinem Artikel weggelassen.)

Wenn es um Twitter geht, höre ich ganz oft den folgenden Kommentar: *Es interessiert mich nicht, wer gerade wo ist und Kaffee trinkt, warum sollte ich Twitter nutzen?*

Ich interessiere mich auch nicht dafür, wer gerade wo Kaffee trinkt. Ich finde es aber spannend, wer sich in meinem beruflichen Umfeld aktuell womit beschäftigt. Wer hat etwas zum Thema nutzerfreundliche Website-Navigation gelesen oder veröffentlicht? Gibt es neue Rechtsprechungen im Bereich E-Commerce? Was ist der aktuelle Stand der Facebook-Datenschutz-Debatte? Genau diese Dinge finde ich auf Twitter.

Zu Beginn habe ich eine Weile gebraucht, um den Nutzen von Twitter für mich zu erkennen. Ich folge den Personen, die nach meinem Geschmack und in meinen Interessensbereichen sehr Lesenswertes, Nachdenkenswertes oder einfach Witziges kommunizieren. Das bereichert mich in meiner Arbeit und regt mich hin und wieder sogar zu neuen Projektideen an. Ich fühle mich gut vernetzt, gut informiert und auch inspiriert.

Falls ich jemandem folge, der eher zu den Kaffeetrinken-Meldern gehört, dann bestelle ich die Nachrichten dieser Person einfach direkt wieder ab – ein Klick reicht.

Twitter wird als der *digitale Klebstoff* des Internets bezeichnet, weil dieser Dienst das WWW noch enger vernetzt, als es sowieso schon in sich verwoben ist. Denn auf Twitter werden zum größten Teil Links verschickt. Links zu neuen Blog-Meldungen, Online-Zeitungsartikeln, Videos auf YouTube oder auch Podcasts.

Für mich ist Twitter mittlerweile ein personalisierter News-Service geworden, bei dem ich mir meine *Journalisten* aussuchen darf. Das hat für mich einen erheblichen Nutzen, denn ich muss nicht mehr selbst auf verschiedenen Kanälen nach den für mich relevanten Meldungen suchen.

Ja, und auch ich selber versende Meldungen über Twitter. Dabei versuche ich, genau das zu beherzigen, was ich selber so schätze: Wirklich Interessantes aus meinem Wissen und meiner Arbeit weiter zu verteilen, anstatt mit persönlichen oder belanglosen Dingen andere Menschen zu nerven. Denn davon haben wir alle nichts.

So testen Sie, ob Twitter für Sie sinnvoll ist:
* Richten Sie sich ein Twitter-Konto ein, dann suchen Sie sich zwei bis drei Freunde oder Bekannte, die Sie kennen und die Twitter bereits nutzen. Stöbern Sie in den Personenlisten, denen Ihre Bekannten folgen: vielleicht finden Sie dort interessante Menschen, deren Nachrichten Sie auch bekommen möchten?
* Schauen Sie anfangs möglichst täglich zwei- bis dreimal kurz auf die Liste Ihrer aktuellen Meldungen, verbringen Sie dort einige Minuten und testen Sie, ob für Sie interessante Infos dabei sind.
* Ignorieren Sie alle E-Mails, die Sie darüber informieren, dass Menschen Ihre Twitter-Meldungen abonnieren, obwohl sie vielleicht noch gar nichts selber dort publizieren. Auf Twitter versuchen viele Menschen, Sie auf das eigene Twitter-Profil aufmerksam zu machen, indem diese Menschen Ihnen zuerst folgen.
* Setzen Sie sich ein Limit: Wenn Sie nach 3 – 4 Wochen eher genervt sind als gut informiert, dann schließen Sie ihr Konto wieder. Wenn Sie Gefallen an Twitter gefunden haben, dann überlegen Sie, ob Sie vielleicht auch mal Nachrichten rausschicken möchten. Legen Sie dazu Ihre eigenen Themen und Ideen kurz fest, bevor Sie loslegen.

Es wird immer Menschen geben, die aus gutem Grund mit Twitter nichts anfangen können. Wer aber Twitter immer noch als *Kaffeetrinken-Plattform* versteht, der hat den wirklichen Nutzen dieses Mediums noch nicht erkannt und somit auch noch nicht für sich selber ausreichend testen können.

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05 2010